Indian Motorcycle® Timeline

  • 1900-10

    1901

    Prototyp und zwei Produktionsmodelle erfolgreich konstruiert, gebaut und getestet.

    1902

    Erste Indian Motorcycle®-Maschinen mit innovativen Kettenantrieben und optimiertem Design an die Öffentlichkeit verkauft.

    1903

    Oscar Hedstrom, Mitgründer und Chefingenieur von Indian Motorcycle®, stellt Motorrad-Geschwindigkeitsweltrekord auf 90 km/h (56 mph).

    1904

    Lackierungsschema „Crimson Steed of Steel“ eingeführt; Indian Motorcycle® gewinnt auf der St. Louis Exposition Goldmedaille für hervorragende technische Leistungen.

    1906

    Indian Motorcycle® führt nach mehrjähriger Entwicklungs- und Testarbeit die erste V-Twin-Maschine aus amerikanischer Produktion ein; auch noch 101 Jahre danach ist das V-Twin-Prinzip das gängigste Motordesign für Cruiser-Motorräder.

    1906

    George Holden und Luis J. Mueller fahren eine Indian Motorcycle® in einer störungsfreien Tour von 31 Tagen von San Francisco nach New York City und übertreffen damit den bisherigen Rekord um mehr als 18 Tage.

    1906

    Eine 1907er Indian Motorcycle® Twin gewinnt das erste englische 1000-Meilen-Zuverlässigkeitsrennen (1600 km). Die Polizeidirektion von New York City kauft zwei Indian Motorcycle Twin zum Einfangen durchgegangener Pferde.

    1907

    Die Polizeidirektion von New York wählt Indian Motorcycle® als Lieferant für die erste Motorradstaffel der Polizei.

    1908

    Auf dem neuen „Ringrahmen“ von Indian Motorcycle® wird der Benzintank vorne auf der horizontalen Rahmenstange montiert. Andere Hersteller übernehmen das Prinzip, das bis heute bei fast allen Motorrädern Standard ist.

  • 1910-19

    1911

    Alle amerikanischen Geschwindigkeits- und Entfernungsrekorde werden von Indian Motorcycle®-Fahrern gehalten. Indian Motorcycle® gewinnt die ersten drei Plätze des Bergrennens „Isle of Man Mountain Course Race“.

    1913

    Einführung der ersten Schwingen- und Hinterachs-Blattfederung der Branche.

    1914

    Im 93.000 m2 (1.000.000 ft2) großen Indian-Werk in Springfield/Massachusetts arbeiten mehr als 3000 Mitarbeiter am 11 km (7 mi) langen Fließband. Indian Motorcycle® führt das erste Motorrad der Welt mit elektrischer Beleuchtung und elektrischem Anlasser ein. „Cannonball Baker“ stellt auf einer Indian Motorcycle® V-Twin den Cross-Country-Geschwindigkeitsrekord auf.

    1916

    Die Rennaktivitäten werden kriegsbedingt vorübergehend eingestellt; das Unternehmen liefert 41.000 Maschinen an die Streitkräfte. Einführung des Seitenventilmotors Powerplus® mit 1000 cm3 (61 ci).

    1918

    Eine Powerplus®-Rennmaschine mit oben liegender Nockenwelle und vier Ventilen pro Zylinder fährt über 193 km/h (120 mph) schnell.

  • 1920-29

    1920

    Ein Jahrzehnt des Wachstums für die Indian®-Modelle beginnt mit der revolutionären 1920er Scout®, gefolgt von der 152 km/h (95 mph) schnellen Chief® und der noch leistungsfähigeren Big Chief®, sowie dem leichten Modell Prince und der legendären Vierzylindermaschine Indian Four.

    1920

    Bei der Produktion der neuen Indian® Scout® wird das „Semi-Unit“-Prinzip angewendet, bei dem das Getriebe direkt am Motor montiert wird.

    1922

    Indian® Motocycle verwendet als erster Hersteller in den USA sogenannte leckdichte Aluminium-Primärantriebsgehäuse; die Konkurrenz kämpft noch Jahrzehnte später mit Dichtigkeitsproblemen.

    1922

    Einführung der Indian® Chief® mit 1000 cm3 (61 ci).

    1923

    Seit der Entwicklung der ersten Motorräder Ende des 19. Jahrhunderts konkurrierten in der Englischen Sprache zwei Bezeichnungen für das Gefährt::  Manche Journalisten nannten es „motocycle“, andere „motorcycle“. Die Hendee Manufacturing Company hatte sich für „motocycle“ entschieden, weshalb das Unternehmen sich nun „Indian® Motocycle Company“ nannte.

    1923

    Einführung der Big Chief® V-Twin mit 1200 cm3 (74 ci).

    1927

    Einführung der Vierzylindermaschine Indian® Ace.

    1928

    Die 101 Scout® wird die bevorzugte Maschine der Steilwand-Stuntmen.

  • 1930-39

    1930

    Die Art-Deco-Ära inspiriert Indian Motorcycle®. Das Ergebnis: Eine große Auswahl an Zweifarben- oder Zweiton-Designs mit Pinstreifen und Aufklebern.

    1932

    Zwei neue Leichtmotorräder debütieren, die Motoplane und die Pony Scout®.

    1937

    „Iron Man“ Ed Kretz gewinnt auf einer Sport Scout® das erste Daytona-200-Rennen und überrundet das gesamte Feld. Indian® führt die ersten Motorräder mit Doppelvergasern ein.

    1939

    Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs verlagert sich der Schwerpunkt erneut auf die Belieferung der Streitkräfte mit Motorrädern. Die französische Regierung bestellt 5000 Chiefs mit Beiwagen.

  • 1940-49

    1940

    Indian Motorcycle®-Pioniere setzen als Hinterachsfederung erstmals Federbeine ein (eine Feder, die mit einem hydraulischen Stoßdämpfer verbunden ist). Einführung der charakteristischen „Valence“-Radkasten-Schutzbleche. Während der Kriegsjahre werden vorwiegende militärische und Polizeimotorräder produziert.

    1941

    Indian Motorcycle® beginnt mit der Herstellung technisch moderner Viergang-Militärmotorräder mit Kardanwellenantrieb.

    1943

    Indian Motorcycle® gewinnt den „Army-Navy Production Award“.

    1945

    Das Unternehmen wird verkauft und zur Torque Engineering Company konsolidiert. Später wird es aufgeteilt in ein Produktionsunternehmen, das von der Atlas Corporation übernommen wird, und das Vertriebsunternehmen The Indian® Sales Corporation.

    1947

    Johnny Spiegelhof gewinnt auf einer Sport Scout® das Daytona-200-Rennen.

    1948

    Das erstmals auf einer neuen Strand-Straßen-Rennstrecke veranstaltete Daytona 200 wird von Floyd Emde auf einer Indian® 648 Scout gewonnen.

  • 1950-70

    1951

    Nach Kriegsende kämpft Indian Motorcycle® um den Wiedereinstieg in den zivilen Motorradmarkt. Die für ein Jahr aus dem Programm genommene Chief® wird 1951 als leistungsstarkes Modell mit 1300 cm3 (80 ci) wieder eingeführt, aber die Verkaufszahlen sinken weiter, und Indian muss 1953 die Produktion einstellen.

    1967

    Herbert „Burt“ Munro stellt auf seiner selbst umgebauten 1920er Indian Scout® in der Großen Salzwüste der USA einen Geschwindigkeitsrekord für Maschinen unter 1000 cm3 auf. Dieser Rekord Munros und seiner Indian ist auch 40 Jahre später noch ungebrochen.

  • 1998-2003

    1998

    Aufgrund der komplexen Markenrechtsverhältnisse scheitern mehrere Versuche, den Namen Indian® wiederzubeleben. Schließlich schließen sich mehrere ehemalige Konkurrenten zur Indian Motorcycle® Company zusammen.

    1999

    Beginn der Fertigung; leider ist dem neuen Unternehmen kein Erfolg beschieden.

    2003

    Letztes Modelljahr des Unternehmens.

  • 2004-11

    2004

    Stephen Julius und Steve Heese, die bereits die in Schieflage geratene Chris-Craft® Boat Company gerettet haben, wenden sich Indian Motorcycle® zu. Sie erwerben die Marken- und geistigen Eigentumsrechte. Chris-Craft® ist eine eingetragene Marke der CC MARINE BRAND AQUISITIONS LLC

    2008

    Beginn der Produktion. Indian® Chief®-Motorräder des Modelljahres 2009 beginnen in Kings Mountain/North Carolina vom Band zu laufen.

    2011

    Polaris® ergänzt seinen bereits wohl etablierten Stall von Cruiser- und Touring-Motorrädern der Marke Victory®. Indian Motorcycle® wird als eigenständige Geschäftseinheit betrieben, die einerseits von der hohen technischen Kompetenz und innovativen Technologie von Polaris, andererseits vom Ansehen und großen Erbe der amerikanischen Premium-Marke Indian Motorcycle mit ihrem legendärem Design profitieren kann.

  • 2011+

    2012

    Letztes Produktionsjahr der Chief®-Plattform in Kings Mountain.

    2013

    Beginn einer neuen Ära für Indian Motorcycle®. Einführung des neuen Thunder Stroke™ 111-Motors auf der Daytona Bike Week im März und Enthüllung der Indian® Chief® 2014 anlässlich der Sturgis® Motorcycle Rally im August.